Zwischen Frontier-Ambition und Realität: Was 'Agent Ready' wirklich bedeutet
Microsoft hat vor ein paar Wochen sechs Säulen definiert, die ein Unternehmen braucht, um mit AI Agents umzugehen. Governance, Skalierung, Adoption und so weiter.
Was ich spannend finde ist, dass Microsoft selbst sagt, die meisten Unternehmen stehen erst am Anfang. Nicht weil sie hinterherhinken, sondern weil “Agent Ready” halt mehr bedeutet als einfach mal einen Agent zu starten.
Die Verantwortungsfrage
Was mich dabei am meisten beschäftigt ist gar nicht (nur) die Technik, sondern wer im Unternehmen eigentlich die Verantwortung dafür trägt.
- CIO?
- CDO?
- CISO?
- COO?
AI Agents betreffen am Ende alle gleichzeitig. Und wenn wir eins aus vergangenen Change-Projekten gelernt haben, dann dass es genau dann besonders schwierig wird, wenn mehrere C-Level gleichzeitig betroffen sind.
Ich hör schon die Sektkorken bei den Governance-Tool-Herstellern knallen. Und die Tools sind auch wirklich gut. Nur werden sie viel zu oft als bequemer Parkplatz für Verantwortung genutzt statt als echtes Steuerungsinstrument.
(Ein Governance Konzept ist die Grundlage, nicht der einzige Schritt am Weg!)
Die Lerngeschwindigkeit
Für mich ist es am Ende eine Frage der Lerngeschwindigkeit. Unternehmen müssen einen Rahmen schaffen in dem Leute sich wirklich damit beschäftigen können.
Niemand sagt nach 50 Stunden Unterricht, dass er Klavier oder Gitarre spielen kann.
Aber bei Copilot und Agents meinen viele, 3-4 Stunden Schulung müssten reichen, die komplette Änderung des jahrelang trainierten Verhaltens ist natürlich inkludiert, am besten unterstützt durch einen “Agent 2 Agent Skill”.
Zwischen Frontier-Ambition und Realität liegt halt noch ein bisschen Arbeit vor uns.
Das Header-Bild wurde mit Copilot auf Basis dieses Beitrags erstellt.


